von Judith Weidermann

„Wir wollen niemanden alleinlassen“

(jw) Unter einer psychischen Erkrankung leiden nicht nur die Betroffenen selbst. Auch für Angehörige kann die Situation extrem belastend und verunsichernd sein. Das Zentrum für seelische Gesundheit im Diakonischen Werk Karlsruhe erweitert daher sein Angebot um ein Angehörigen-Café speziell für Familienmitglieder und Freunde psychisch kranker Menschen.

„Die Diagnose einer psychischen Erkrankung bringt vor allem auch eine große Unsicherheit für alle Beteiligten mit sich“, wissen Nina Effmert und Thomas Murr, die das Café leiten. „Viele Angehörige scheuen sich davor, mit Freunden oder Bekannten zu sprechen, und fühlen sich erst mal alleingelassen.“
Die Klienten/-innen, welche die Angebote des  Zentrums für seelische Gesundheit nutzen, leiden an verschiedenen psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen und Schizophrenie. Die Mitarbeitenden des Zentrums haben in den vergangenen Monaten ein wachsendes Bedürfnis bei Angehörigen wahrgenommen, Antworten und Informationen zu den jeweiligen Krankheitsbildern zu erhalten, Tipps im Umgang mit der belastenden Situation – oder einfach nur eine Möglichkeit zu haben, sich mal auszusprechen.

Das Angehörigen-Café wird ab 4. September, alle 14 Tage montags von 17 bis 19 Uhr im Zentrum für seelische Gesundheit, Stephanienstraße 16 stattfinden und wird von hauptamtlich Mitarbeitenden der Einrichtung geleitet. Neben dem Austausch von Erfahrungen und Informationen sowie gemeinsam geplanten Freizeitaktivitäten (z.B. Kochen, Spiele-Abende ect.)  werden regelmäßig Fachreferenten über verschiedene hilfreiche Themen berichten.

Das Angehörigen-Café ist ein kostenloses Angebot und steht Familienmitgliedern und Freunden psychisch erkrankter Menschen offen – unabhängig davon, ob jene ebenfalls Angebote des Zentrums für seelische Gesundheit nutzen.

Kontakt und Infos: Nina Effmert und Thomas Murr, Telefon 0721 98173-0, zentrum@dw-karlsruhe.de; das aktuelle Café-Programm auf www.dw-karlsruhe.de

Hintergrund
Das Zentrum für seelische Gesundheit – in gemeinsamer Trägerschaft von Stadt, Caritasverband und Diakonischem Werk – bietet für psychisch kranke Menschen ein breites Angebotsspektrum von niederschwelliger Beratung und persönlicher Begleitung in Krisenzeiten über Freizeitaktivitäten, Sport-, Musik- und Kreativgruppen bis hin zu tagesstrukturierenden Beschäftigungsangeboten. Das Zentrum kooperiert mit Fachärzten, Kliniken und weiteren Beratungseinrichtungen.

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von Judith Weidermann

Über 300 Kinder machen Sommerwaldheim

(jw) Den ganzen Tag gemeinsam spielen, basteln, Sport machen und kreativ sein – in den ersten drei Wochen der Großen Ferien haben jeweils über 100 Kinder im Alter von 6  bis dreizehn Jahren begeistert das Sommerwaldheim des Diakonischen Werks Karlsruhe im Hardtwald besucht. Das diesjährige, interkulturell geprägte Motto, „Unsere Welt“, bei dem die Kinder neue Länder nach ihren Wünschen und Vorstellungen „erfinden“ und ausgestalten konnten, wurde in zahlreichen Workshops und Gruppenspielen aufgegriffen. Dank einer Spende der Karlsruher Firma INIT GmbH in Höhe von 8.000 Euro, die das Diakonische Werk bereits im vergangenen Dezember für die Waldheimfreizeit erhalten hatte, waren reichlich Bastelmaterialien und Textilfarbe angeschafft worden, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren. „Auch die bereits in die Jahre gekommenen Spielbälle und Fußball-Tore sowie die Trinkbecher für die Kinder konnten wir dank der Spende erneuern“, berichten die Freizeit-Leiterinnen Jana Ferner und Petra Banjanin. „Wir konnten mit jeder Wochengruppe einen größeren Ausflug unternehmen – beispielsweise in die Junge Kunsthalle, in den Zoo und ins Naturkundemuseum. Und zusätzlich war es uns möglich, Naturerlebnis- und Survival-Workshops bei der benachbarten Waldpädagogik einzukaufen, die bei den Kindern supergut ankamen!“ Da sich in diesem Jahr besonders viele Kinder für die drei Waldheim-Wochen angemeldet hatten, sei die gespendete Summe ganz besonders willkommen gewesen.

Die Waldheim-Freizeiten des Diakonischen Werks Karlsruhe ermöglichen es Kindern, die aufgrund der Berufstätigkeit ihrer Eltern oder aus finanziellen Gründen nicht in den Urlaub fahren können, abwechslungsreiche und aktive Ferientage mit Gleichaltrigen zu verbringen. Sport, Geländespiele, Ausflüge, Kreativ- und Abenteuer-Workshops sowie freies Spielen in der Natur werden von gemeinsamen Mahlzeiten und kurzen Tagesandachten eingerahmt. Das Angebot richtet sich an alle Kinder, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialer Zugehörigkeit, und steht auch Kindern mit Behinderungen offen. Die Teilnahmegebühren sind bewusst niedrig gehalten, um vor allem sozial benachteiligte Familien zu entlasten. Als Betreuer/-innen engagieren sich überwiegend junge Erwachsene, die zuvor eine entsprechende Schulung und für ihre Arbeit ein Zertifikat im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit erhalten.

Fotos: jw

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von Judith Weidermann

"Wir wollen sinnvolle Arbeit unterstützen"

Im Rahmen des Sommerfestes der adjust AG, bei dem neue Büroräume in Ettlingen eingeweiht und eine Ausstellung der Künstlerin Heike Bache eröffnet wurden, überreichte der Vorstand der adjust AG, Ralf Jourdan (3.v.l., Foto: adjust), am 14. Juli einen symbolischen Spendenscheck in Gesamthöhe von 6.500 Euro für den Kinderhospizdienst für die Stadt und Landkreis Karlsruhe an Christine Ettwein-Friehs, Leiterin von „Hospiz in Karlsruhe“ (r.).
Die Unternehmensleitung stellt den großzügigen Spendenbetrag gemeinsam mit befreundeten Unternehmen für die Hospizarbeit in Familien mit einem schwer kranken und sterbenden Kind bzw. Jugendlichen zur Verfügung. Ein herzlicher Dank geht an die adjust AG sowie die weiteren Unterstützer: DR. LICKERT GmbH, Edelstahl Rosswag GmbH, Growsolid Retail GmbH, CONCEPT AG, equinet Bank AG, Reisebüro Viktoria und Mirau, Stiefvater und Partner Steuerberatung GmbH.

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von Judith Weidermann

Spenden statt Weihnachtsgeschenke

(jw) Mit einer großzügigen Spende hat die BBBank den Kinderhospizdienst im Diakonischen Werk Karlsruhe bedacht: Astrid Listl, Direktorin der BBBank-Filiale Ettlingen (im Foto r.), überreichte am 11. Juli einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro an Ivonne Becker, Fundraiserin im Diakonischen Werk.

Seit 2007 verzichten die Mitarbeitenden der BBBank eG auf Weihnachtsgeschenke – und spenden die Gelder stattdessen sozialen Einrichtungen. Die Spendenempfänger werden von den Mitarbeitenden selbst vorgeschlagen und vom Betriebsrat unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte aus den Bereichen Soziales, Jugendförderung, Medizin, Betreuung und Sport ausgewählt. 

Der Kinderhospizdienst für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe begleitet Familien mit einem schwer- bzw. lebensverkürzend erkrankten Kind/Jugendlichen oder auch Familien, in denen ein Elternteil schwer onkologisch erkrankt ist. Die ehrenamtliche Begleitung ist für die Familien kostenfrei. Auch die Angebote an Kinder-, Jugend- und Elterntrauergruppen können von Betroffenen frei genutzt werden.

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von Judith Weidermann

"Schön war's!"

(jw) Der Krille-Saal war rappelvoll geworden: Fast 100 ehrenamtlich Mitarbeitende des Diakonischen Werks Karlsruhe waren der Einladung gefolgt, am Abend des 28. Juni das gemeinsame „Dankeschön-Fest“ - und damit auch ein Stückweit sich selbst zu feiern (Fotos: Magdalene Leytz / jw). Mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Fest würdigt das Diakonische Werk das Engagement der fast 300 in seinen verschiedenen Arbeitsbereichen ehrenamtlich mitwirkenden Männer und Frauen.

Wolfgang Stoll

„Ohne diese große, bunte Vielfalt an Gaben wäre unsere Arbeit in dieser Form gar nicht möglich“, betonte Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks, die Bedeutung des Ehrenamts in der Wohlfahrtspflege.  Im Diakonischen Werk bieten sich besonders viele und vielgestaltige ehrenamtliche Einsatzfelder: vom Verkauf in den Secondhand-Läden über Besuchsdienste im Altenpflegeheim, Sprachunterricht für Geflüchtete und Freizeitgestaltung mit psychisch kranken Menschen bis hin zur Betreuung von Demenzpatienten oder der Begleitung Schwerkranker im Hospiz- oder Kinderhospizdienst. Dieses breite Spektrum, sowohl was die inhaltlichen als auch die zeitlichen Anforderungen des jeweiligen Ehrenamts angeht, der intensive Austausch mit den hauptamtlich Mitarbeitenden, die möglichst individuelle Gestaltung des eigenen Einsatzes – und nicht zuletzt die engen persönlichen Kontakte mit begleiteten Personen machen den ehrenamtlichen Einsatz im Diakonischen  Werk für viele Menschen attraktiv und tragen dazu bei, dass die Zahl der Engagierten seit Jahren stetig zunimmt.

Pfarrer Walter Boes ehrte die besonders langjährig Engagierten.

Dank für ganz besondere Treue
21 Frauen und Männer wurden im Rahmen des Festes mit silbernen und goldenen Ehren-Nadeln für besonders langjähriges Engagement ausgezeichnet: 20 zehnjährige und sogar ein 25-jähriges Jubiläum konnten gefeiert werden. Diakoniepfarrer Walter Boes, der die Ehrungen vornahm, dankte jeder/-m persönlich und nannte den ehrenamtlichen Einsatz einen „unermesslichen Schatz“ für die Diakonie und für die durch sie betreuten Menschen.  

Nach dem gemeinsamen Abendessen, welches bei den Wirtschaftsdiensten der Evangelischen Stadtmission bestellt worden war, sorgte der Karlsruher Schauspieler Harald Schwiers mit Mundart-Geschichten und -Gedichten für Unterhaltung, sodass das Fest in entsprechend heiterer Stimmung ausklang. „Schön war’s – Danke!“, waren Worte, die an diesem Abend sehr oft zu hören waren – sowohl auf haupt-, wie auch auf ehrenamtlicher Seite.

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von Judith Weidermann

„Das ist wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft“

(jw) Mit einer Fördersumme von 17.600 Euro hat die Rentenlotterie GlücksSpirale zum dritten Mal das Projekt „Abschieds-weise“ im Diakonischen Werk Karlsruhe unterstützt. Lotto-Regionaldirektorin Carmen Theilmann überreichte den symbolischen Scheck am 7. Juli an Christine Ettwein-Friehs, Leiterin von „Hospiz in Karlsruhe“, Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks, sowie Hans-Gerd Köhler, den 1. Vorstand des Caritasverbands, welcher das Projekt „Abschieds-weise“ in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Diakonischen Werk verantwortet.

Während der Laufzeit des Projekts „Abschieds-weise“ konnte in den vergangenen drei Jahren eine enge und vielschichtige Kooperation zwischen Karlsruher Altenpflegeeinrichtungen und dem Hospizdienst aufgebaut und nun in die ständige Regelarbeit integriert werden. „Es ist schön, dass mit Lotteriemitteln für die Gesellschaft so wichtige Projekte gefördert werden können“, freute sich Carmen Theilmann und betonte, dass jeder, der an einer Lotterie teilnehme, damit ebenfalls einen wertvollen Beitrag leiste.

Christine Ettwein-Friehs dankte für die „großartige Unterstützung, durch die das Projekt so erfolgreich durchgeführt werden konnte“: Mit den Mitteln der GlücksSpirale war die Finanzierung einer Personalstelle mit einem 50%-Deputat ermöglicht worden, welche eine entscheidende und nachhaltige Verknüpfung von Synergien innerhalb der Karlsruher Pflegelandschaft bewirkt hat.    

Foto (jw): Carmen Theilmann (2.v.r.) übergibt den symbolischen Förderscheck an Wolfgang Stoll (r.), Hans-Gerd Köhler und Christine Ettwein-Friehs.

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von Judith Weidermann

Das neue Prostituiertenschutzgesetz soll mehr Sicherheit im Sexarbeitsgewerbe bringen

(jw) Zum 1. Juli 2017 tritt bundesweit das neue Prostituiertenschutzgesetz in Kraft. Ziel ist, den Schutz für Sexarbeiter/-innen vor schlechten Arbeitsbedingungen, Gewalt, gesundheitlichen Risiken und Ausbeuterei zu verbessern. „Grundsätzlich begrüßen wir die Intention des Gesetzes für bessere Arbeitsbedingungen sehr“, betont Hanna Lindenfelser von der Beratungsstelle für Prostituierte (Diakonisches Werk Karlsruhe). Seine praktische Umsetzung betrachtet die Sozialarbeiterin allerdings mit vielen Bedenken.

Die beiden wichtigsten Kernpunkte des neuen Gesetzes sind die behördliche Registrierung aller Sexarbeiter/-innen sowie eine Reihe verbindlicher Auflagen für Bordellbetreiber/-innen. Männer und Frauen, die im Prostitutionsgewerbe tätig sind, müssen sich künftig mit ihrem Namen, ihrer Anschrift, einem Foto und den geplanten Arbeitsorten in einer Art „Pass“ registrieren lassen.  Auch eine verbindliche regelmäßige Gesundheitsberatung ist an die Registrierung geknüpft. Im Rahmen des Beratungsgesprächs können Sexarbeiter/-innen ggf. direkt auf bestehende Hilfsangebote wie etwa die Beratungsstelle für Prostituierte verwiesen werden.

Das Offenlegen der eigenen Identität und Tätigkeit stelle allerdings für viele ein großes Problem dar, so Hanna Lindenfelser: „Zahlreiche Sexarbeiter/-innen ernähren beispielsweise mit ihrer Arbeit ihre Familie, aber ohne dass diese von deren eigentlicher Tätigkeit weiß.“ Die geplante Registrierung berge für diese Männer und Frauen die Gefahr eines Zwangs-Outings und eine zusätzliche Belastung aufgrund der uneinheitlichen Regelung innerhalb Deutschlands. Hanna Lindenfelser erlebt schon jetzt in der Praxis, dass viele der Betroffenen die Registrierung zu umgehen versuchen, etwa indem sie ihr Gewerbe aufgeben, ins Ausland verlagern oder planen, sich bei den Behörden gar nicht zu melden.

Auch die geplanten Auflagen wie Kondompflicht oder bestimmte räumliche Vorschriften für Bordelle (z.B. Aus- bzw. Umbau der sanitären Einrichtungen oder Installation eines Notrufsystems in den Zimmern) sind in der Umsetzung schwierig, sagt Hanna Lindenfelser. Sie vermutet, dass gerade kleinere Häuser – in denen die Arbeit für manche Männer und Frauen aber angenehmer sei und mehr Intimsphäre biete als in den großen Etablissements – aufgrund der Auflagen gezwungen sein werden zu schließen.

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von Judith Weidermann

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Am 20. Juni haben der Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, Thomas Schalla (re.; Foto: Christina Müller), und Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. In diesem wird die Zusammenarbeit von Klinikseelsorge und dem seelsorglichen Begleitungsangebot durch den Kinderhospizdienst am Städtischen Klinikum Karlsruhe geregelt und koordiniert. Träger des Kinderhospizdienstes ist das Diakonische Werk Karlsruhe; in der Verantwortung der Evangelischen Kirche in Karlsruhe liegt die evangelische Seelsorge im Städtischen Klinikum. „Krisenzeiten sind immer Zeiten, in denen Menschen Begleitung und Betreuung benötigen, und die kann es nie genug geben“, so Wolfgang Stoll. Er freue sich über diesen Kooperationsvertrag, der diese enge Zusammenarbeit „ganz offiziell“ mache.
Mehr Informationen zur Vertrags-Unterzeichnung

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von Judith Weidermann

Mit dem Verlust leben lernen

(jw) In Karlsruhe sterben jährlich rund 3.000 Menschen. Die Zahl derer, die um sie trauern, ist noch um ein vielfaches höher. Im Diakonischen Werk Karlsruhe finden Menschen, die ein Familienmitglied oder Freunde verloren haben, vielfältige Angebote – gemeinsam getragen mit dem Caritasverband –, die ihnen beim Bewältigen von Trauer und Verlust helfen können. Aktuell kommen drei Kindergruppen, eine Jugendgruppe sowie eine Elterngruppe regelmäßig zusammen, um sich auszutauschen und ihren Gefühlen gemeinsam Raum zu geben. Daneben finden im Diakonischen Werk zahlreiche Einzelbegleitungen trauernder Männer und Frauen statt.

Um sowohl die Angebote im Bereich Trauer, als auch die regelmäßig stattfindenden Qualifizierungskurse Trauerbegleitung für ehrenamtlich Mitarbeitende künftig noch besser zu vernetzen und aufeinander abzustimmen, gibt es im Diakonischen Werk seit 1. Juni die „Koordinationsstelle Trauerbegleitung“. „Meine Hauptaufgabe wird zunächst sein, ein Gesamtkonzept für unsere vielen verschiedenen Gruppenangebote zu erstellen und die bestehenden Schulungs- und Supervisionsangebote für Ehrenamtliche bedarfsgerecht weiterzuentwickeln“, erklärt Elisabeth Deutscher, die die Koordinationsstelle bekleidet. (Foto: jw) Daneben führt die Theologin selbst Einzelbegleitungsgespräche mit trauernden Menschen – und wird den Arbeitsbereich künftig in der Öffentlichkeit repräsentieren.

Der Komplex der Gruppenangebote für Trauernde in Karlsruhe und Umgebung unter der Dachmarke „Hospiz in Karlsruhe“ soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, sagt Christine Ettwein-Friehs, Leiterin der Abteilung Generationen & Gesundheit im Diakonischen Werk. Auch hierfür wird Elisabeth Deutscher zuständig sein. „Viele Menschen – auch solche, die durchaus ein privates Umfeld haben, mit dem sie sich austauschen – können sich viel besser öffnen, wenn sie sich in einer Gruppe mit Menschen befinden, die in der gleichen Situation sind wie sie selbst“, beobachtet Christine Ettwein-Friehs immer wieder. Gesprächsangebote auf spezielle Zielgruppen zuzuschneiden, beispielsweise nur für trauernde Mütter, für Männer oder für Kinder im Grundschulalter, habe sich deshalb als sehr erfolgreich erwiesen.

Info
Unter der Marke „Hospiz in Karlsruhe“ sind zahlreiche Angebote im Hospizbereich in Karlsruhe und Umgebung – Ambulanter Hospizdienst, Kinderhospizdienst, Hospizwohnung, Trauergruppen – vereint. Träger sind das Diakonische Werk und der Caritasverband in der Stadt und im Landkreis Karlsruhe.
www.hospiz-in-karlsruhe.de

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von Judith Weidermann

Frieden, der ausstrahlt ...

(jw) Die multikulturelle Friedensfahne, die im Rahmen der 4. Karlsruher Vesperkirche von Gästen und der Karlsruher Künstlerin Gudrun Roth gestaltet wurde, hat ihre Reise von der Johanniskirche in die übrigen Karlsruher Gemeinden und Kirchen angetreten. In Dutzenden Sprachen und mit den unterschiedlichsten Bildern geht das Kunstprojekt auf das Thema „Frieden“ ein. Pfarrerin Gabriele Hug und Pfarrerin Susanne Labsch haben die Fahne Ende Mai für die Christuskirche in Empfang genommen und im Rahmen des Pfingstsonntagsgottesdienstes im Kirchenraum entrollt. „Angesichts der vielen beängstigenden politischen Entwicklungen in anderen Ländern, und auch in unserem eigenen Land, setzt die Fahne ein kleines aber Mut machendes Zeichen für Hoffnung und Frieden“, findet Südstadtpfarrerin Lara Pflaumbaum.

Die Friedensfahne wird in den kommenden Monaten noch in weiteren Karlsruher Kirchen (evangelische und katholische) sowie in Gotteshäusern anderer Religionen hängen. Auskunft über noch freie Termine gibt Gudrun Roth, Telefon 0721 376111 oder 0176 96465857 bzw. info@vesperkirche-karlsruhe.de.

Foto (jw): (v.l.) Susanne Labsch und Gabriele Hug nehmen die Friedensfahne vor dem Portal der Christuskirche von Gudrun Roth und Pfarrerin Lara Pflaumbaum entgegen.

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